IRE Energies Consult GmbH

Sicht des Marktes

Die Energieversorgung steht global vor einer epochalen Herausforderung: Bis 2050 muss die heute noch zum weit überwiegenden Teil auf fossilen Brennstoffen basierende Energieproduktion nahezu komplett auf dezentrale Strukturen zur regenerativen Erzeugung umgestellt sein, wenn eine dramatische Klimaerwärmung vermieden werden soll. Etablierte Unternehmen der Energiewirtschaft stehen vor der Aufgabe ihre Geschäftsmodelle grundlegend zu verändern und sich selbst neu zu erfinden. Die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Energiemärkte sind dabei die Leitplanken innerhalb derer sich eine erfolgreiche Unternehmensstrategie entwickeln muss.

Energie und IT müssen zukünftig verstärkt synergetisch zusammenwirken, um dezentrale Strukturen im Sinne einer effizienten marktwirtschaftlichen Gesamtlösung steuern zu können, die Innovationen fördert.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung allein in Deutschland von 5 % auf knapp 17 % mehr als verdreifacht – eine Dynamik, die selbst Experten noch vor einem Jahrzehnt nicht annähernd voraussagen konnten. Bis 2020 wird der Anteil der Erneuerbaren ca. 35 %, vielleicht sogar 50 % erreichen.

Motor der Entwicklung war und ist der zunehmend gesellschaftliche Konsens zur Abmilderung des Klimawandels. Aus regulatorischer Sicht ist vor allen Dingen das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) der wichtigste Treiber dieser Entwicklung.

Dessen drei Grundpfeiler – Einspeisevorrang erneuerbarer Energien, 20-jährige Vergütung zu technologiespezifischen Einspeisetarifen sowie die vorgesehene jährliche Degression der Tarife – bewirken eine nachhaltige Marktdurchdringung erneuerbarer Energien. Das EEG steht beispielhaft für die enge Verzahnung von rechtlicher Regulierung und Markt, die die Energiewirtschaft heute prägt und schafft in seiner Neufassung sinnvolle Anreize auch für die Direktvermarktung erneuerbarer Energien.

Angesichts der ökologischen Herausforderung und der enormen Potenziale erneuerbarer Energien vollzieht sich ein deutlicher Paradigmenwechsel in der Energieversorgung. Immer mehr Verbraucher werden gleichzeitig zu Erzeugern und wollen ihren Energieverbrauch aktiv managen - nach Zeit, Preis sowie nach ihren persönlichen Präferenzen und Vorstellungen. Energiemanagement in Unternehmen und im Haushalt muss sich also einfach in bestehende und/oder neue Strukturen integrieren lassen. Moderne Gebäude denken schon heute mit, schonen die Umwelt und vereinfachen das Leben der Nutzer. Innovative Lösungen vernetzen sowohl die technischen Installationen als auch dezentrale Erzeugungsanlagen und lokale Speicher miteinander. So bilden diese Lösungen eine perfekte Schnittstelle zum «Smart Grid», den intelligenten Stromnetzen. Diese „Netze der Zukunft“ sind nicht mehr in erster Linie auf die Stromverteilung ausgerichtet sondern verbinden Kraftwerke, Elektrizitätsspeicher, Netzbetreiber und Verbraucher miteinander.

Zustandsinformationen und Lastflussdaten aus den einzelnen Netzelementen (z.B. von Erzeugungsanlagen, Speichern und Verbrauchern) können dabei in Echtzeit abgerufen und verarbeitet werden. Neben dem unmittelbaren Kundennutzen entstehen so Vorteile für den Netzbetrieb. Auch viele Endverbraucher erhalten so gemeinsam Möglichkeiten zur Teilnahme an Energiemärkten, die dem Einzelkunden allein nicht möglich ist.

IRE Energies Consult hat sich zum Ziel gesetzt, die Akteure in der neuen Energiewirtschaft bestmöglich zu unterstützen und durch individualisierte Konzepte zum nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg beizutragen.

Damit unterstützen wir unsere Kunden (Stadtwerke, Dezentrale Energieerzeuger, “neue Energieanbieter“) nach Kräften bei der Umsetzung des „magischen Dreiecks“ der Energieversorgung aus Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Ökologie unter Beachtung und Nutzung von Anreizen und Restriktionen die sich aus der gesetzlichen Markregulierung ergeben.